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Stress ist ein Killer? Im Gegenteil…Stress ist ein Motor!

Stress ist ein Killer? Im Gegenteil…Stress ist ein Motor!

Lass uns direkt mal mit der möglich wichtigsten Erkenntnis anfangen: Stress als solches gibt es nicht wirklich!

Es sind deine Gedanken, die diese (falschen) Überzeugungen über Stress hervorrufen. Du kannst Stress nicht verpacken, anfassen oder sehen und es gibt keinen definierbaren Zeitpunkt, wann Stress eintritt. Es gibt nur Menschen, die stressig denken. Stress ist ein persönliches empfinden; es ist die individuelle Interpretation von und Reaktion auf eine Situation, welche  dieser Situation eine gewisse Bedeutung gibt. Dieselbe Situation bedeutet für die/den eine/n Stress, für die/den andere/n vielleicht sogar Spaß.

Stress kann positiv und negativ sein

Stress bezeichnet psychische und physische Reaktionen, die durch spezifische Reize (Stressoren) hervorgerufen werden und die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung. Bei einer Stresssituation wird in der Regel eine Komfortzone verlassen und es wird eine (persönliche) Grenze überschritten. Obwohl Stress im Allgemeinen als negativ empfunden wird, kann es durchaus auch positive Auswirkungen auf die Leistung und Persönlichkeit eines Menschen haben.

Es wird zwischen positivem Stress (Eustress) und negativem Stress (Disstress) unterschieden.

Stress ist auch eine Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung und kann somit beflügelnd wirken. Wir brauchen ein gewisses Maß an positivem Stress, um Aufgaben erfolgreich zu meistern und grundsätzlich voran zu kommen. Allerdings sollten sich Stressgefühle in Grenzen halten, um langfristige negative Folgen zu vermeiden. Wird der Stress zu viel und zu intensiv, dann wird die Situation nicht mehr als Herausforderung sondern als belastend und unüberwindbar betrachtet. Die Stresssituation erzeugt dann Angst und bremst unsere Energien. Man versucht dann die Situation zu vermeiden, schafft dadurch noch mehr unangenehme Gefühle und kommt somit in eine negative Spirale chronischen Stresses.

Wie gehst du als Führungskraft mit Stress im Team um?

Chronischer Stress wirkt sich nicht nur stark auf die Gesundheit der Mitarbeiter/innen aus, sondern auch auf die der Arbeitgeber/innen. Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme – hauptsächlich ausgelöst durch negativen Stress(Empfinden) – hat sich laut dem Bundesarbeitsministerium in Deutschland innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt; von rund 48 Millionen im Jahr 2007 auf 107 Millionen im Jahr 2017. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Ausfallkosten haben sich demnach fast verdreifacht; von 12,4 Milliarden auf 33,9 Milliarden Euro. Und dies betrifft nur die Kosten für Personaleinsatz im Krankenstand. Umsatzverluste und weitere entstandene  Kosten sind hier nicht mit eingerechnet.

Arbeitsbedingter Stress wird in der Regel als negativ empfunden und hat, wenn es länger andauert, negative Folgen für die Psyche und die Physis der Mitarbeiter/innen und somit auf deren Leistungsfähigkeit. Es ist für Führungskräfte also eine direkte Aufgabe, sich intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen. Manager, die dieses Thema nicht ernst nehmen – und von diesen Managern gibt es leider zu viele – schaden der Organisation dadurch, dass sie die verringerte Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen nicht lösen.

Ohne Frage ist es nicht einfach für Führungskräfte, um Stresssituationen für die eigenen Mitarbeiter/innen zu kontrollieren, da Stressempfinden von Person zu Person anders ist.

Aber genau das unterscheidet die besseren Führungskräfte von den mittelmäßigen Führungskräften; sie sind in der Lage die Stressempfindlichkeit der einzelnen Mitarbeiter/innen einzuschätzen. Obwohl dies folgen lässt, dass es für  Führungskräfte bei der Vorgehensweise also keine one-size-fits-all Lösung gibt, ist es die wichtigste Aufgabe, das Thema Stress in der Organisation offen zu gestalten. Es darf kein Tabu-Thema sein und schon gar nicht als Schwäche gelten.

Obwohl Stressempfinden individuell ist, gibt es natürlich Stressoren die allgemein sind und alle Kollegen negativ beeinflussen. Das variiert von mangelhafter Kommunikation, über fehlende Arbeitsmaterialien, bis zu einem schlechten Betriebsklima. Gehe alles rigoros an und lasse nichts aus bis es gelöst ist; negativer Stress reduziert die Leistungsfähigkeit und wirft dich, dein Team und deine Abteilung, Organisation oder dein Unternehmen zurück. Und du kannst es ändern! Schaffe Rahmenbedingungen, verbessere die Kommunikation untereinander.

Du willst Stress; du brauchst Stress!

Zuerst: dein Ziel ist nicht, Stress generell zu reduzieren oder zu vermeiden, sondern dein Ziel ist es, Stress zu begrüßen und deinen Umgang mit Stress zu verbessern. Du brauchst sowohl positiven Stress als auch negativen um zu wachsen und du musst das Stressempfinden bei beiden eventuell reduzieren, damit sie dich nicht brechen.

Um deinen Prozess zu vereinfachen (wie immer: keep it simple!) solltest du für dich selbst nur eine Form von Stress definieren; also Stress ist Stress, egal ob positiv oder negativ. Dies hilft dir, Stress zu begrüßen, zu akzeptieren und damit umzugehen.

Studien zeigen, dass sowohl der Körper als auch das Gehirn auf Stress reagieren, indem sie stärker werden, solange auf die Stressperiode eine angemessene Erholung folgt. Paradoxerweise ist Unbehaglichkeit – Stress – der Weg zur persönlichen Entwicklung. Es ist mit deinem geistigen bzw. mentalen Zustand genauso wie bei einem Muskel; damit der Muskel größer und stärker wird, setzt du ihm neue Reize. Zwar ist der Muskel dann zunächst erschöpft und seine Leistungsfähigkeit für kurze Zeit geringer, aber nach einer Ruheperiode ist der Muskel letztendlich stärker als vorher.

Die Autoren und Experten Brad Stulberg und Steve Magness definieren dies als die Wachstumsgleichung (The Growth Equation); Stress + Ruhe = Wachstum. Gehst du Stress aus dem Weg, also setzt du deinen physischen und psychischen Muskeln keinen Stress aus, dann wachsen sie auch nicht. Über Zeit entwickeln sie sich sogar zurück und werden deutlich schwächer.

Dein persönlicher Umgang mit Stress

Dein Ziel ist es, dich ausreichend Stress auszusetzen und dann die stressige Zeit mit einer stressfreien Zeit, also Ruheperiode oder Ausgleichsperiode, zu kompensieren. So erreichst du Wachstum.

Somit liegt die Lösung nicht im Reduzieren von Stress, sondern in der disziplinierten und regelmäßigen Erholung von Stress. Tust du dies nicht, rauben Stresshormone deinem Körper die nötige Energie, indem sie anderen sehr wichtigen Funktionen, wie zum Beispiel dem Stoffwechsel und die Regeneration des Immunsystems blockieren. Dies führt schon kurzfristig zu körperlichen Defiziten, die sich dann auch Direkt negativ auf die Psyche auswirken.

Untersuchungen haben folgende allgemeine Erholungsmöglichkeiten definiert, um kurzfristig mit Stress umzugehen:

  • körperliche Bewegung, wie zum Beispiel ein Spaziergang, Yoga oder Tai-Chi
  • gute, ausgewogene Ernährung
  • lachen bzw. sich Humor widmen
  • Meditation
  • tiefes Bauchatmen
  • Konzentration auf ein beruhigendes Wort wie Frieden oder Ruhe
  • Visualisierung einer ruhigen Szene, wie zum Beispiel eines Strandes oder eines Parks
  • sich auf ein Gebet oder Motivationssatz einlassen

Neben diesen allgemeinen Erholungsmöglichkeiten solltest du dich zusätzlich vor allem auf deinen persönlichen Umgang mit Stress fokussieren; Stressempfinden ist schließlich persönlich.

Leader wissen, dass man sein volles Potenzial erst dann entfalten kann, wenn man sich selbst am besten kennt und damit die wichtigen Grundlagen für ein hohes Maß an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen schafft.

Alle Menschen verfügen über einen riesigen Schatz an Potenzial und Möglichkeiten, aber nur Leader und Spitzen-Persönlichkeiten wissen, wie sie dieses Potenzial zur Entfaltung bringen können.

Du willst wissen, was in dir steckt, wie du dein volles Potenzial entfalten kannst und wie du als Führungskraft beruflich durchstarten kannst? Gerne helfe ich dir dabei. Informiere dich über meinem Programm „Dein Führungspotenzial ist dein Kapital!“ und kontaktiere mich für eine kostenloses Informationsgespräch.

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